In unserem Wesen tragen wir,
unabhängig vom biologischen Geschlecht,
sowohl weibliche als auch männliche Anteile in uns.
Zwei innere Strömungen.
Oft werden sie als divine feminine
und divine masculine bezeichnet.
Sie wirken leise aus unserem
Innersten heraus
und prägen, wie wir fühlen,
lieben und durchs Leben gehen.
Gerade im Dualseelenprozess geraten
diese Anteile häufig aus dem Gleichgewicht.
Vielleicht spürst Du es auch in Dir.
Ein Ziehen. Ein Ungleichgewicht.
Manche Menschen wirken sehr stark weiblich,
andere sehr stark männlich –
in ihrer Art zu fühlen, zu handeln
und mit anderen in Beziehung zu treten.
Das Weibliche wird oft mit Hingabe, Empfangen
und Fließenlassen verbunden.
Das Männliche mit Klarheit, Vorangehen
und Entscheidungen treffen.
Dualseelen neigen dazu,
einen dieser inneren Stränge sehr stark zu leben,
während der andere leiser wird.
Doch genau hier liegt eine große Chance dieses Weges.
Durch tiefe innere Heilung
dürfen beide Anteile wieder zueinanderfinden.
Nicht im Kampf.
Nicht im Müssen.
Sondern im Miteinander.
Wenn wir uns unseren Schattenthemen liebevoll zuwenden
und uns wirklich auf uns selbst einlassen,
geschieht diese Vereinigung oft ganz von selbst.
Sie fühlt sich weich an.
Still.
Weit.
Wie ein inneres Eins-Sein.
Vielleicht beginnt Deine Rückkehr zu Dir
genau hier:
indem Du dem Weiblichen in Dir erlaubst,
weich zu werden, zu empfangen
und Dich selbst zu fühlen.
Und indem das Männliche in Dir
Position bezieht –
präsent, entschieden
und Dich innerlich schützt und hält.
Es braucht keinen Druck
und kein Richtig-machen.
Nur das leise Einverständnis,
Dich selbst nicht mehr zu verlassen.
Dein Weg mit Deiner Dualseele
ist immer auch ein Weg zurück zu Dir.