Vielleicht ist da gerade etwas in Dir,
das Du lieber nicht fühlen möchtest.
Ein Ziehen.
Eine Enge.
Eine Unruhe, die keinen Namen hat.
Und vielleicht drückst Du sie weg. Ganz automatisch.
Wir haben gelernt,
dass angenehme Gefühle willkommen sind
und andere besser verschwinden sollten.
Doch Gefühle gehen nicht weg,
wenn man sie ignoriert.
Sie werden nur leiser.
Und warten.
Nicht, um Dich zu ärgern.
Sondern um gehört zu werden.
Stell Dir vor,
ein Teil in Dir klopft ganz sanft an.
Nicht fordernd.
Nicht laut.
Darf ich kurz da sein?
Du musst nichts tun.
Nichts verändern.
Nichts verstehen.
Vielleicht reicht es,
einen Moment lang nicht wegzulaufen.
Atme.
Spüre Deinen Körper.
Bleib.
Gefühle wollen nicht gelöst werden.
Sie wollen gefühlt werden.
Und wenn sie das dürfen,
verändern sie sich von selbst.
Nicht abrupt.
Sondern still.
Wie ein Knoten, der sich löst,
weil er nicht mehr gehalten wird.
Vielleicht ist das heute genug.
Erlaube Dir gern in diesem Moment
einen Atemzug lang
bei Dir zu bleiben.
Genau so, wie Du gerade bist.